Sonderöffnungszeiten bei Google: Feiertage richtig planen

Sonderöffnungszeiten im Google Business Profil eintragen, saisonale Beiträge nutzen und den Saison-Kalender fürs Restaurantjahr sauber planen

Der 23. Dezember, ein Gast sucht am Handy nach einem Lokal, das über die Feiertage offen hat. Dein Profil erscheint, zeigt aber nur die regulären Öffnungszeiten, dazu Googles Hinweis, dass die Zeiten an Feiertagen abweichen könnten. Der Gast klickt weiter zum nächsten Treffer, der seine Feiertagszeiten bestätigt hat. Dass bei dir offen gewesen wäre, erfährt er nie.

Saisonale Sichtbarkeit entscheidet sich nicht im Dezember, sondern in den Wochen davor. Und sie besteht aus mehr als Öffnungszeiten: Beiträge, Speisekarte und Attribute erzählen zusammen, ob dein Lokal gerade zur Jahreszeit passt oder ob dein Profil im letzten Sommer stehengeblieben ist.

Warum Google an Feiertagen anders funktioniert

An normalen Tagen genügen deine hinterlegten Öffnungszeiten. An gesetzlichen Feiertagen behandelt Google sie als unsicher, solange du sie nicht aktiv bestätigst. Für den Gast sieht das nach einem Fragezeichen aus, nicht nach einer Einladung.

Google empfiehlt in der eigenen Hilfe ausdrücklich, die Öffnungszeiten für gesetzliche Feiertage zu bestätigen, und zwar auch dann, wenn sie nicht von den regulären Geschäftszeiten abweichen. Genau dafür gibt es die speziellen Öffnungszeiten im Profil.

Ein unbestätigter Feiertag ist für den Gast dasselbe wie eine offene Frage. Und offene Fragen klärt niemand mit einem Anruf, wenn drei Alternativen in der Liste darunter eindeutig sind.

(Quelle: Spezielle Öffnungszeiten festlegen, Google Unternehmensprofil-Hilfe)

Sonderöffnungszeiten im Google Business Profil eintragen

Der Weg dorthin ist kurz, er wird nur selten genutzt:

  1. Google Unternehmensprofil öffnen
  2. Profil bearbeiten wählen, dann Öffnungszeiten
  3. Bei Spezielle Öffnungszeiten auf Bearbeiten klicken
  4. Datum auswählen, entweder aus Googles Vorschlägen oder als eigenes Datum
  5. Abweichende Zeiten eintragen oder den Tag als Geschlossen markieren
  6. Speichern

Google schlägt die anstehenden gesetzlichen Feiertage dabei von selbst vor, du musst sie nicht suchen. Was Google nicht vorgibt, ist der richtige Zeitpunkt.

Unsere Praxisregel: mindestens eine Woche vorher, besser direkt beim Dienstplan. Wer den 24. Dezember am 23. Dezember um 22 Uhr einträgt, hat die Gäste, die zwei Tage vorher recherchiert haben, längst verloren. Der Rest der Profil-Grundpflege steht in unserer Google Business Profil Checkliste für Restaurants.

Saisonale Beiträge: Veranstaltung, Angebot oder Aktuelles

Für saisonale Anlässe bietet Google drei Beitragstypen, und sie unterscheiden sich in dem, was sie können:

  • Veranstaltung für alles mit festem Termin, also Silvestermenü, Adventbrunch, Weinverkostung. Pflicht sind Titel sowie Start- und Enddatum mit Uhrzeiten. Ohne Uhrzeit zeigt Google die Veranstaltung als ganztägig an.
  • Angebot für Aktionen mit Laufzeit, etwa ein Weihnachtsmenü zum Festpreis. Hier kommen Gutscheincode, Link und Nutzungsbedingungen dazu, der Button “Angebot ansehen” wird automatisch gesetzt.
  • Aktuelles für alles andere, etwa den Hinweis, dass ab November die Wildsaison läuft.

Eine Einschränkung gehört dazu, weil sie sonst zu falschen Erwartungen führt: Saisonale Beiträge verbessern dein Ranking nicht. Ein kontrollierter Test von Sterling Sky über neun Wochen fand keinen messbaren Effekt von Beiträgen auf die Position im Local Pack, die durchschnittliche Klickrate lag bei 0,5 Prozent. Beiträge wirken bei Gästen, die dein Profil ohnehin geöffnet haben, nicht bei der Frage, wer überhaupt gefunden wird. Warum sie trotzdem sinnvoll sind, steht in unserem Artikel zu Google Business Beiträgen fürs Restaurant.

(Quelle: Beiträge erstellen und verwalten, Google Unternehmensprofil-Hilfe)

Sonderkarten und Saisonmenüs sichtbar machen

Die Speisekarte im Profil ist der Ort, an dem Saisonalität am schnellsten veraltet. Eine Wildkarte, die im März noch steht, oder ein Weihnachtsmenü, das im Februar niemand mehr bekommt, sind kein Detail am Rand.

Eine abgelaufene Saisonkarte sagt mehr über deine Profilpflege als über deine Küche. Gäste lesen daraus, wie aktuell die restlichen Angaben sind, Öffnungszeiten eingeschlossen.

Der Aufwand ist überschaubar, seit sich Karten auch aus einem Foto oder PDF erzeugen lassen, der Weg dazu steht in unserem Artikel zur Speisekarte im Google Business Profil per KI. Dasselbe gilt für Fotos: Ein Terrassenbild als erstes Profilbild im Dezember erzeugt eine Erwartung, die der Abend nicht einlöst.

Der Saison-Kalender fürs Restaurantjahr

Saisonale Sichtbarkeit lässt sich planen statt nachziehen. Dieser Rhythmus deckt das Jahr ab:

ZeitraumWas ansteht
September, OktoberAnfragen für Weihnachtsfeiern beginnen. Gruppenkapazität und Reservierungsweg im Profil klären
NovemberFeiertagszeiten für Dezember und Januar eintragen, Weihnachts- oder Adventkarte als Beitrag setzen
DezemberEinzelne Tage prüfen, 24., 25., 26., 31. und 1. haben oft unterschiedliche Zeiten. Silvester als eigene Veranstaltung
JanuarBetriebsurlaub als Sonderöffnungszeit mit Status geschlossen, abgelaufene Weihnachtsbeiträge und Karten entfernen
FrühlingTerrassen- und Außenbereich-Attribute aktivieren, Fotos auf die wärmere Jahreszeit umstellen
SommerFerienzeiten, verkürzte Küchenzeiten und Urlaubsschließungen im Voraus eintragen

Besonders im Dezember lohnt sich der Blick auf den Reservierungsweg, weil Anfragen in dieser Zeit gebündelt kommen und ein fehlender Buchungsweg direkt Umsatz kostet. Wie du Reservierungen direkt über Google anbietest, steht in unserem Artikel zur Tischreservierung über Google Maps.

Häufige Fehler bei saisonaler Sichtbarkeit

Zu spät eingetragen. Der häufigste Fall, und der vermeidbarste. Die Recherche der Gäste läuft Tage vor dem Besuch, nicht am Tag selbst.

Betriebsurlaub falsch abgebildet. Wer das Profil für zwei Wochen auf dauerhaft geschlossen setzt, verwendet einen Status, der für Betriebe gedacht ist, die es nicht mehr gibt. Richtig ist die Sonderöffnungszeit mit Status geschlossen für die betroffenen Tage.

Beiträge laufen unbemerkt aus. Ein Veranstaltungsbeitrag endet mit seinem Enddatum. Wenn danach nichts nachrückt, wirkt das Profil im Januar leerer als im Dezember.

Attribute bleiben ganzjährig stehen. Ein aktives Terrassen-Attribut im Januar bringt Gäste über einen Filter, den du gerade nicht bedienen kannst. Welche Attribute es gibt und wie sie wirken, steht in unserem Artikel zu den Attributen im Google Business Profil.

Einzelne Feiertage übersehen. Der 26. Dezember und der 1. Jänner fallen regelmäßig durch, weil sie im Dienstplan längst geklärt sind und deshalb im Profil vergessen werden.

Fazit

Saisonale Sichtbarkeit ist kein Kampagnenthema, sondern Profilpflege mit Kalender: Feiertagszeiten bestätigen, bevor der Gast sucht, Beiträge und Karten an die Saison anpassen, abgelaufene Inhalte wieder entfernen. Genau diese wiederkehrende Pflege prüft SupaPresence mit, von unvollständigen Profilangaben bis zu Inhalten, die nicht mehr zur Jahreszeit passen, damit die Arbeit nicht jedes Jahr im Dezember auf einmal anfällt. Jetzt kostenlos testen.

Häufige Fragen

Wie trage ich Sonderöffnungszeiten im Google Business Profil ein?

Öffne dein Google Unternehmensprofil, gehe auf “Profil bearbeiten” und dann “Öffnungszeiten”. Dort findest du den Bereich “Spezielle Öffnungszeiten”. Wähle das Datum aus, trage die abweichenden Zeiten ein oder markiere den Tag als geschlossen, und speichere.

Wie früh sollte ich Feiertagsöffnungszeiten eintragen?

Mindestens eine Woche vor dem Termin, besser schon beim Planen des Dienstplans. Gäste recherchieren ihre Feiertagsbesuche oft Tage im Voraus, und ein Profil, das erst am Abend davor aktualisiert wird, erreicht genau diese Gäste nicht mehr.

Muss ich Feiertagszeiten auch eintragen, wenn sie sich nicht ändern?

Google empfiehlt das ausdrücklich. Bestätigte Feiertagszeiten zeigen dem Gast, dass die Angabe stimmt. Ohne Bestätigung blendet Google einen Hinweis ein, dass die Zeiten abweichen könnten, und genau dieser Hinweis kostet Besuche.

Bringen saisonale Google-Beiträge ein besseres Ranking?

Nein. Ein kontrollierter Test von Sterling Sky fand keinen messbaren Effekt von Beiträgen auf das Local-Pack-Ranking. Beiträge sind ein Informations- und Aufmerksamkeitswerkzeug für Gäste, die dein Profil ohnehin ansehen, kein Ranking-Hebel.

Wie trage ich einen Betriebsurlaub richtig ein?

Als Sonderöffnungszeit mit dem Status “geschlossen” für die betroffenen Tage. Setze das Profil nicht auf “dauerhaft geschlossen”, dieser Status ist für Betriebe gedacht, die es nicht mehr gibt, und beschädigt deine Sichtbarkeit unnötig.