Google-Profile für mehrere Standorte verwalten

Ein Profil pro Standort, eine Unternehmensgruppe für alle: wie du zweites und drittes Lokal sauber aufsetzt und ab zehn Standorten in Masse verwaltest

Das zweite Lokal läuft seit drei Monaten. Die Bewertungen kommen jetzt an zwei Stellen rein, die Öffnungszeiten stehen an zwei Stellen, und als im Sommer die Küche im ersten Haus umgebaut wurde, hat das niemand im zweiten Profil nachgezogen, weil es dafür niemanden gab.

Zwei Standorte sind nicht doppelt so viel Arbeit wie einer. Sie sind mehr, solange die Struktur fehlt, und deutlich weniger, sobald sie steht.

Die Grundregel: ein Profil pro Standort

Google verlangt ein Unternehmensprofil für den tatsächlichen Standort, mit eigener Adresse und ganzjährig fester Beschilderung vor Ort. Zwei Lokale unter einem Profil zu führen, um sich Arbeit zu sparen, ist damit ein Richtlinienverstoß und riskiert die Sperrung, was im Artikel zum gesperrten Google Unternehmensprofil steht.

Das gilt auch für den umgekehrten Fehler: zwei Profile für ein Lokal, etwa weil jemand irgendwann ein zweites angelegt hat. Doppelte Profile teilen die Bewertungen auf und schwächen beide.

Die Struktur: Unternehmensgruppe statt privater Konten

Ab dem zweiten Standort lohnt sich der Schritt, der später viel Ärger erspart. Google beschreibt dafür die Unternehmensgruppe, früher Unternehmenskonto genannt. Die Profile hängen dann an der Gruppe, nicht am privaten Google-Konto einer einzelnen Person.

Google empfiehlt dazu ein eigenes Konto mit einer E-Mail-Adresse der Unternehmensdomain, und zwar eine funktionierende, weil der Support darüber Kontakt aufnimmt.

Warum das wichtig ist, merkt man meist zu spät: Wenn die Profile am privaten Konto der Marketingaushilfe hängen und diese Person geht, hängt der Zugang mit. Über die Gruppe vergibst du stattdessen Rechte, ohne Zugangsdaten weiterzugeben, und entziehst sie genauso wieder.

(Quelle: Google: Standorte in großen Mengen verwalten)

Ab zehn Standorten: Massenverwaltung

Google sieht die Bulk-Verwaltung für Unternehmen mit mindestens zehn Standorten vor. Dann lassen sich alle gleichzeitig hinzufügen, bestätigen und verwalten.

Der Ablauf laut Google:

  1. Eigenes Google-Konto auf der Unternehmensdomain anlegen
  2. Unternehmensgruppe erstellen und alle Standorte dort sammeln
  3. Standortdaten in einer Tabelle erfassen und hochladen
  4. Fehler im Dashboard beheben, erst danach wird veröffentlicht
  5. Bulk-Bestätigung über ein Formular beantragen
  6. Pflege danach im Dashboard oder über eine überarbeitete Tabelle

Unter zehn Standorten legst du die Profile einzeln an und bestätigst sie einzeln. Das ist kein Nachteil, nur mehr Klickarbeit einmalig.

Was pro Standort gleich sein muss, und was nicht

AngabeÜber alle Standorte
NameGleich, genau wie am Schild. Ortszusatz nur, wenn er echter Namensbestandteil ist
Adresse und TelefonnummerJe Standort eigen, und überall identisch geschrieben
HauptkategorieGleich, solange das Konzept gleich ist
NebenkategorienDürfen abweichen, wenn das Angebot abweicht, etwa Frühstück nur an einem Standort
BeschreibungNicht wortgleich kopieren, sonst wirken die Profile wie Dubletten
FotosJe Standort eigene, keine Stockbilder aus dem anderen Haus
ÖffnungszeitenJe Standort, inklusive Feiertage

Die Schreibweise von Name, Adresse und Telefonnummer muss über alle Plattformen hinweg zusammenpassen, sonst entsteht genau die Unsicherheit, die Sichtbarkeit kostet. Mehr dazu im Artikel zur NAP-Konsistenz. Welche Kategorie wofür passt, steht im Artikel zur Google-Business-Kategorie.

Bewertungen über mehrere Standorte

Bewertungen laufen pro Profil, nicht pro Marke. Das hat zwei Konsequenzen, die oft unterschätzt werden.

Der schwächste Standort zieht nicht die Marke runter, aber er kostet lokale Gäste. Wer in Linz sucht, sieht die Linzer Bewertungen. Ein 4,7-Schnitt in Graz hilft dort niemandem. Standorte brauchen deshalb einzeln Aufmerksamkeit, nicht einen Durchschnitt über alle.

Antworten dürfen nicht nach Zentrale klingen. Derselbe Antworttext unter Bewertungen in drei Städten fällt auf, spätestens wenn jemand zwei Profile nebeneinander öffnet. Der Ton darf einheitlich sein, der Inhalt muss zum Standort und zum konkreten Besuch passen.

Die drei häufigsten Fehler

Ein QR-Code für alle Standorte. Dann sammeln alle Häuser Bewertungen auf einem Profil. Jeder Standort braucht seinen eigenen Code aus seinem eigenen Profil, dazu der Artikel zum QR-Code für Google-Bewertungen.

Wortgleiche Beschreibungen und Fotos. Spart zehn Minuten und sieht aus wie eine Kette, die ihre Standorte nicht kennt.

Niemand ist zuständig. Das ist der eigentliche Grund, warum Profile veralten. Ein Standort, eine verantwortliche Person, ein fixer Termin im Monat reicht völlig.

Fazit

Mehrere Standorte scheitern selten an Google, sondern an fehlender Zuständigkeit. Ein Profil pro Haus, alle in einer Unternehmensgruppe, Rechte statt geteilter Passwörter, und ab zehn Standorten der Weg über Tabelle und Bulk-Bestätigung. Genau für diesen Fall gibt es in SupaPresence die Verwaltung mehrerer Standorte, inklusive Antworten, die je Standort nach dem Haus klingen und nicht nach Zentrale. Jetzt kostenlos an der Pilotphase teilnehmen.

Häufige Fragen

Brauche ich für jeden Standort ein eigenes Google-Profil?

Ja. Google verlangt ein Profil für den tatsächlichen Standort, mit eigener Adresse und eigener Beschilderung vor Ort. Ein Profil für zwei Lokale ist ein Richtlinienverstoß und riskiert die Sperrung.

Wie verwalte ich mehrere Profile, ohne den Überblick zu verlieren?

Über eine Unternehmensgruppe, früher Unternehmenskonto genannt. Die Profile hängen dann an der Gruppe statt an einem privaten Konto, und du kannst Rechte an mehrere Personen vergeben, ohne Zugangsdaten zu teilen.

Ab wann lohnt sich die Massenverwaltung?

Google sieht sie für Unternehmen mit mindestens zehn Standorten vor. Dort lassen sich Standorte per Tabelle hochladen und gesammelt bestätigen. Darunter legst du die Profile einzeln an.

Darf der Name je Standort unterschiedlich sein?

Der Name sollte überall gleich sein, so wie er auch am Schild steht. Ortszusätze gehören nur dann in den Namen, wenn sie tatsächlich Teil des Namens sind, nicht als Hilfskonstruktion zur Unterscheidung.

Soll ich auf Bewertungen aller Standorte gleich antworten?

Nein. Gleiche Antworttexte über mehrere Standorte hinweg lesen sich wie eine Kette und entwerten die Antwort. Der Ton darf einheitlich sein, der Inhalt muss zum jeweiligen Standort und zum konkreten Besuch passen.